Im Juli und August ist es nicht zu empfehlen, ausser natürlich eine Schwitzkur ist grad unumgänglich, aber im Juni nach oder vor einem Gewitter geht es super, da ist es nicht zu heiss und die Berge die gleich hinter dem Meer aufsteigen bieten einiges was das Mountainbikeherz begehrt. Zuerst einmal viel einsame und weitläufige Forststrassen im Hinterland durch dichte Wälder und viel Kalkgesteinsformationen.
Nachdem wir seit Jahren dort den VorUrlaub dort verbringen, viel Schwimmen und die Seele baumeln lassen, ist seit ein paar Jahren mein Rad immer mit dabei. Und mittlerweile habe ich doch schon einige Touren dort unternommen.
Das Vinodol-Tal und Bribir als Ausgangspunkt liegt auf etwa 150 Meter Seehöhe und es geht zuerst einmal hinauf bis auf etwa 800 Meter zum markanten Abbruch des Tals. Von dort gibt es unzählige Möglichkeiten ins Landesinnere vorzudringen und keiner der Wege oben am Hochplateu schein „falsch“ zu sein. Der „Offroad-Track“ wurde in den letzten Jahren wieder aufgelassen, statt dessen finden sich jetzt Mountainbike-Markierungen, die zumindest einen Trail durch das Gebiet vorgeben. Ich war wie immer mit OsmAnd+ unterwegs und habe mir meine eigene Route gesucht. Kurz vor einem der letzten Anstiege wollte mir plötzlich ein Deutscher Schäferhund ans Wadl, der wahrscheinlich zu einer der vielen Jagdhütten in der Gegend und den dezugehörenden Jägern gehörte. Mit viel Geschrei, panischen Antritt und ordenlich Angst in den Knochen bin ich ohne äusser Spuren davongekommen, aber da muss eine Lösung mit Hundepfeiferl oder Pfefferspray aufs Radl. Beim der Abfahrt wollte ich dann noch eine spannende Alternative probieren habe aber nach ein paar Kilometer Singletrail aufgegeben und umgedreht. Zu steil, zu steinig und am Ende ein sich verlaufender Pfad haben mir die Zuversicht genommen, dass es da irgenwo hin fahrbar weitergeht.
Die Gegend wäre auf jeden Fall eine paar Tage Biken im Herbst oder Frühjahr wert.
Christian







