Aufgewacht … nutze den Tag … also fertigmachen und rauf Richtung Obersteiermark. Eigendlich wollte auf den Schwarzensteinplan, aber da habe ich bei Bruck die richtige Abzweigung verpasse und bin Richtung Seeberg. Deshalb traf ich dann die Entscheidung auf den Turnauer Kogel zu gehen. Ab Turnau Schnee juche und im Graben hinein wird es richtig viel und die Schneeketten passen nicht, dann kommen kurz vor dem Ziel einige Autos entgegen. Der Parkplatz ist voll, richtig voll, wie ich wenig später mit eigenen Augen sehe, also wieder zurück und nichts mit Turnauer Kogel. Beim Rausfahren kommen noch viele Autos entgegen, ich bin nicht der letzte und nicht der einzige der den Weg in den Wassergraben Hangseitig findet. Beim Ausweichen rutscht der rechte Vorderreifen in den verschneiten 15 cm tiefen Graben aus dem es kein Entkommen mit eigener Kraft gibt. Der Schneepflug und einige hilfestellende Autofahrer haben alle kein Abschleppseil, ich auch nicht. Also kommt die Feuerwehr. Mit einem Fünfziger weniger in der Tasche steht das Auto wieder auf der Strasse und ich fahre den Graben hinaus.
Inzwischen ist es kurz vor elf, es lacht die Sonne und ich parke fast ganz draussen in Turnau und steige in die Skistiefel und auf die Ski und latsche los. Das zweite Auto nimmt mich mit und mit mehr als zwei Stunden „Verspätung“ starte ich die Tour. Ich steige über die nordwestliche Route auf und der Wind der mir von anderen erzählt wurde ist im Graben nur ein Lüfterl. Oben bei der Querung zum Grad wird es kurz mal mehr, aber selbst am Grad oben ist kaum was zu spüren. Die Windzeichen allerdings sind unübersehbar. Erst ganz oben hundert Meter vor dem Gipfel wird es ungemütlich. Ich felle ab, ziehe mir alles an was ich mithabe und marschiere los. die Sonne lugt nochmal durch die Wolken und dann geht es los Richtung Gipfelkreuz. Aber ich komme nicht weit. Der Wind frischt wieder so stark auf, meine Nase wird in kürzester Zeit zum Eiszapfen und ich bin froh, dass alle für die Abfahrt fertig ist. Also renne ich zurück zu den Ski und fahre durch perfekten, aber leider völlig zuerfahrenen tiefen Pulver zur Alm ab. Heute sehe ich das erste Mal den Lift in Betrieb. Ein zweite Runde erspare ich mir. Ich bin einfach zu durchfrohen. Bei der ganzen Abfahrt bis zum Parkplatz schlägt der Wind voll durch und es ist eisig. Selbst unten ist es jetzt deutlich kälter und der Wind bläst in satten Böen daher. Ein paar Tourengeher nehmen mich bis zum Parkplatz vor Turnau mit und so spare ich mir die Skidemolation auf der doch steinigen Strasse durch den Graben.
Viel Wind und Schnee und Eis und ein wenig Feuer(wehr) … ein Tag draussen, etwas anders als geplant.









