Nach der öffentlichen Anreise in die Innerkrems, die am Ende etwas holprig wird, weil ein Bus die Bushaltestelle nicht angefahren ist, komme ich gegen Mittag im Schönfeld an. Den Nachmittag vor dem Snowkite-Camp mit LakeUnited mache ich noch eine Erkundungstour auf Blutige Alm und auf die Zechnerhöhe. Der Anstieg ist erst recht steil und wird dann nach dem Lift flacher und in der Sonne geht es hinauf auf die Metahanshöhe und von dort über die langgezogen Rücken zur Blutigen Alm. Dann steige ich noch zur Zechnerhöhe auf und sehe auf der Alm einen Snowkiter. Bei der Abfahrt rede ich kurz mit ihm, aber er gehört nicht zur Gruppe von morgen. Bei der Abfahrt stelle ich fest, dass der Schnee doch nicht ganz so lässig ist, wie ich mir erwartet habe. Die Triebschneesituation ist etwas angespannt, aber im flacheren Gelände kein Problem.







Der erste Snowkitetag beginnt mit einer kurzen Einführung und dann werden die Kites gepackt und wir gehen auf die Blutige Alm. Die Spur von gestern ist eine Erleichterung, der Pulverschnee auf der Nordostseite ist noch fluffig und so spare ich mir einiges an Kraft beim Aufstieg. Die Gruppe ist recht heterogen, was das Tempo und die Kondition angeht, aber es kommen alle gut hinauf. Die Kites werden ausgepackt und dann geht es in die Luft. Zuerst gewöhnen sich alle ohne Ski und Snowboard an das Handling und als die ersten die Board anschnallen, bekomme ich einen Kite in die Hand gedrückt und bin gleich mal ein Stück hinüber auf die Südseite unterwegs. Es geht voll gut. Dann übergebe ich die Matte wieder. Bis kurz vor vier wird geflogen und der ganze östliche Teil der Alm verspurt. Wir sehen einen wunderschönen Sonnenuntergang auf der Metahanshöhe und fahren mit wenig Sicht über die Skipiste ab zurück zur Hütte. Ich freue mich auf morgen.











Die weiten Tage geht es jedes Mal auf die Blutige Alm. Der Südwind bleibt stabil und wir kommen viel zum Kiten. Für Skitouren-Themen ist kaum Zeit und Energie, weil alle die ganze Zeit an der Matte hängen und über die Alm flitzen. Ich stelle fest, dass mir die (kleinen) Peak Singelskin Kites deutlich lieber sind als, die behäbigen Hybrids von Flysurver, mit denen ich einfach nicht richtig ins Fliegen und Fahren komme. Meine Fortschritte beim Snowkiten sind lässig und meine Aufmerksamkeit und Muskelenergie reicht für etwa 2 Stunden kiten. Dann bin ich erledigt und müde und die Vernunft bringt mich wieder zur Basis zurück und mache „Pause“. Die Mischung der Teilnehmenden ist bunt, alle kiten schon auf einem sehr guten Niveau und für mich ist wenig zu tun. Ich freue mich auf die zweite Woche.




