Die zweite Woche mit Lake United ist wieder geprägt vom Südwind. Die Teilnehmenden sind diesmal bis auf eine Frau alles Männer. Auch diesmal ist das Niveau beim Kiten hoch, aber es sind ein paar dabei, die ihre ersten Kiteerfahrungen machen. Genauso ist es beim Skitouren und so komme ich etwas mehr zum „Arbeiten“. Aber auch zum Kiten ist genug Zeit vor allem, weil ich ja nach spätestens zwei Stunden „fertig“ bin. Meine Vorliebe für die Peaks bleibt erhalten und am Freitag genieße ich schon die ersten Sprünge über die Geländerundungen auf der Blutigen Alm. Dann geht es auch schon richtig flott über den Schnee. Nachdem am Samstag ab Mittag der Wind immer schwächer wird, widmen wir dem Schnee und dem Thema Sicherheit einiges an Zeit. Am Samstagnachmittag graben wir ein Schneeprofil und machen einen Stabilitätstest. Dann nutzen wir das fast zwei Meter tiefe Loch, dass die vier motivierten Wiener gegraben haben für eine Sondier Übung mit einem Menschen als Ziel. Für mich ist überraschend, dass der Klang der Sonde, die durch die Schneedecke sticht, beruhigend wirkt und nicht schmerzhaft ist. Nur den Nacken haben wir sicherheitshalber mit einer Lawinenschaufel geschützt. Im Anschluss experimentieren wir noch mit Koppellagen der LVS-Geräte und die Störanfälligkeit mit Handy oder Smartwatch in der Nähe. Wieder einmal ist die Nähe der Geräte und die daraus resultierende Einschränkung der Such- und Sendeleistung erschreckend. Beim Empfangen wird der Empfangsweite selbst der neuesten Geräte fast auf die Hälfte von 70 auf 35 Meter reduziert. Beim Senden sind es ebenfalls gut 20 Meter weniger. Auch auffallend ist der Unterschied zwischen den Geräten. Zwei der drei Pieps Powder kommen diesmal besonders schlecht weg und sind immer deutlich hinter den Mammuts, neuen Pieps und sogar den alten Mammuts aus 1997 was die Empfangsleistung angeht. Gegen vier geht es dann wie jeden Tag zurück zur Matehanshöhe und hinunter zur Dr. Josef Mehrl Hütte, wo wir von Angelika und Hannes ausgezeichnet versorgt werden. Am Abend schauen wir uns dann noch die Notfallsituation mit Erstversorgung, Abtransport und Wärmeerhalt an. Der Sonntag bleibt dann aufgrund der schlechten Sicht und des ausgiebigen Schneefalls kitefrei und wir gehen eine gemütliche Tiefschnee-Tour in das Rosnantal und hinauf Richtung Sauereggnock. Vor dem Gipfehang drehen wir um und suchen fast ohne Sicht durch den sehr unterschiedlichen Schnee. Im unteren Teil vor dem Talgrund wird die Abfahrt dann ganz fein und gegen 13 Uhr endet die zweite Snowkite Woche.
Ich hoffe, das nächstes Jahr wieder zwei Snow-Kite-Wochen stattfinden und ich dabei sein kann. Mir hat des Lernen, lehren und führen viel Spass gemacht.




















