Der Skitourenkurs für Anfänger:innen und Aufsteiger:innen wird dieses Jahr nur von Aufsteiger:innen gebucht. So sind die drei Skitouren bei sehr feinen Wetterbedingungen und wenig Schnee von Anfang an auf hohem Niveau angesiedelt. Andrea hat heuer mit dem Skitouren angefangen und ist voll Motivation und mit ihrer ganzen Bergerfahrung eingestiegen. Karl und Martin sind schon erfahrene Skitourengeher, mit denen ich in den letzten Jahren schon einige Male sehr fein am Berg unterwegs war. Jana, die Tochter von Martin ist am Sonntag das erste mal mit dem Splitboard unterwegs und zeigt eine enorme Lernkurve auf der Tour, bringt aber sehr viel mit!
Die erste Tour am Freitag führt uns auf den Karlspitz. Dabei begleitet uns die Sonne und erst am Gipfel frischt der Wind auf. Er bringt auch die graue nordwestliche Zwischenfront herein. Wir Jausnen noch im Gipfe-Lee und machen uns dann an etwas herausfordernden Abfahrt über den Nordosthang vom östlichen Vorgipfel. Oben ist der Schnee deutlich gepresst, nach unten wird er besser zu fahren. Dann geht es mit Dr. Latschen zurück zum Plannerkessel und zum Quartier. Dort verbringen wir mehrere Stunden mit Karten, Lawinen, Schnee und Wetter bis sich das Gähnen mehrfach in die Dialoge schleicht und wir ins Bett gehen.
Am Samstag geht es mit dem Gläserbodenlift hinauf und etwas schneearm und deshalb teilweise rutschend hinunter zum Dientensattel und weiter in den Zwischentalboden vor der Hintergullingspitze. Den Aufstieg zum Gipfel begleitet uns die Sonne und taucht den Nordwesthang in herrliches Licht. Mit wechselnder Führung erreichen wir den Kamm und den Gipfel. Die Südwestseite lassen wir sein und fahren wie geplant die Südostseite ab. Dort ist eine feine Triebschneeauflage auf tragendem Untergrund gut zu fahren. Erst im Kessel sind einige Meter schnittiger Harschdeckel bevor es weich wird. Wir geniessen die Jause und Sonne und steigen dann wieder zum Hintergullingspitz auf und fahren die Nordwestseite in lässige zu fahrenden Triebschnee ab. Im Hang testen wir die Schneedecke und der ECT24 ist ganz ok. Aber schon ein paar Meter weiter schaut es nicht mehr so gut aus. Wir bleiben also vorsichtig und defensiv. Im Skigebiet treffen wir Jana und machen eine Lawinenübung. Ich versinke schon beim Vergraben soweit im Schnee, dass ich nur mit Mühe wieder herauskomme und die weitern Vorbereitungen auf Skiern mache.
Am Sonntag geht es dann zu fünft aufs Schreindl, weil Chris, ein Kollege aus meiner Ausbildung, uns begleitet. Beim Aufstieg zur Goldbachscharte tanzen wir das Spitzkehrenballet. Hinunter zum Goldbachsee kämfpen wir uns durch Bruchharsch, Wiese und Latschen. Der Aufstieg zum Gipfel ist wettertechnisch wieder spektaktulär, weil die Wolken und die Sonne spielen. Oben sind wir euphorisch über die lässige Aussicht, den beeindruckenden Gipfel und vor allem darüber, dass wir alle da sind. Für Andrea ist es eine der ersten Touren, für Jana überhaupt die erste Tour mit dem Snowboard. Die Abfahrt ist die beste der Tage. Der Triebschnee ist perfekt und nachdem wir wie immer unter 30 Grad unterwegs sind keine Gefahr. Zurück zur Goldbachscharte finden wir ein steile aber gute Spur, die nachdem wir schon im Aufstieg auf der anderen Seite spielerisch geübt haben keine große Herausforderung mehr und glücklich und beseelt kommen wir zurück auf die Planner, wo wir die Tage mit einer letzten Tourenreflexion und bei einem Jedermann ausklingen lassen.
Das Altschneeproblem besteht (Schwachschichten, Setzungsgeräusche, …) in den Nordwest bis Nordost Sektoren nach wie vor! Auf der Südseite sind einige Zentimeter starke Schwimmschnee unter nur teilweise tragendem Harschdeckel. Da heisst es konsequent unter 30 Grad bleiben!
Die Abfahrt vom östlichen Vorgipfel vom Karlspitz ist wegen dem starken Windeinflusses nicht zu empfehlen. Die Goldbachscharte hat sehr wenig Schnee. Bei der Abfahrt zum Goldbachsee finden sich Bruchharschinseln zwischen schneefrei-Feldern. Der Gipfelhang des Hintergullingspitz und des Schreindls sind gefüllt mit Triebschneepulver gefüllt, der gut zu fahren ist. Südseitig sind wir den tragfähiger Deckel mit feiner frischer Auflage befahren. Ab 1800 HM wurde es wegen dem Sonneneintrag schnittig.
Besonders freue ich mich darüber Karl und Andrea in der Outdoor-Gruppe zu begrüßen und hoffe auf einige feine gemeinsame weitere Skitouren!




























































