2026_03_19_Amachkogel

Frühlingstouren im März klingt mittlerweile ganz normal. Es gibt kaum noch Schnee unterhalb von 1200-1400 Höhenmeter, also ist mit Skitragen zu rechnen. Oliver, Punti, Daniel, mein UT26 Skipper und ich fahren ins Pölsental und nachdem der Zufahrt beim Weingruber mit einem eindeutigem „Forststrasse“-Schild markiert ist weichen wir in den nächsten Graben aus und wollen vom Franzlbauer und Bärental aus auf den Sonntagskogel. Die Auffahrt mit dem Auto endet rund 500 Meter vor dem Parkplatz der Hütte im Schnee. Das Limit sind dabei nicht die Schneeketten sondern die Schneehöhe die höher als die Bodenfreiheit des Autos ist. Trotzdem starten wir vom Auto weg mit Skiern und steigen gemütlich über die Bärentalalm auf. Die Südseite des Sonntagskogels und auch das Knaudachtörl schauen sehr schneearm aus, als entscheiden wir uns für das südliche Tal und gehen ein schöne Runde über die Dullingerhütte, vorbei am ebenfalls sehr schneearmen Modringer Törl uns Gaaler Törl zwischen Hochleitenspitze und Amachkogel. Die Gipfel und Rinnen um den Ochsenboden schauen alle sehr fein aus. Im beeindruckend weitläufigen Boden machen wir nach zwei Stunden das erste Mal Rast. Der Wind schlägt hier immer wieder durch und oben auf den Kämmen sind immer wieder Schneefahnen zu sehen und einzelne tiefe Wolkenfetzen ziehen über die Gipfel. Beim Aufstieg ins Törl schauen wir uns gleich eine mögliche Abfahrtsrinne an und steigen den steilen Wanderweg zum Törl auf. Daniels ist als einziger ohne Harscheisen unterwegs, wir anderes sind froh, dass wir passende nutzen können. Vom Gaaler Törl aus weitet sich der Blick in den Bärentritt und Türenkar Süd- und Östlich vom Gamskogel, das ich sehr gut in Erinnerung habe. Die Wahl, auf den Amachkogel zu gehen fällt nicht schwer. Der Rücken zur Hochleitspitze ist größtenteils schneefrei. Der Anstieg zum Gipfel ist unschwierig, aber es säumen viele Steine den Weg. Der Wind im Gipfelbereich nimmt zu und so bleiben wir nicht lange am Gipfel. Gut eingepackt geht es vorsichtig zurück zum Gaaler Törl, wo wir auf der Almwiese eine Rast im Windschatten machen. Dann nehmen wir die orograisch rechte Rinne zurück in den Ochsenboden. Der Schnee ist wie schon im Gipfelhang durchwachsen. Die Neuschneeauflage hier wird durch die Sonne schon schwer und vor allem variiert die Schneehöhe so stark das es herausfordernd ist einen Rhytmus zu finden. Je weiter wir in die Bewaldung eintauchen, desto besser wird der Pulver und so steigen wir nach der Felferjagdhütte nochmal gegen Nordwesten in das Kar auf und genießen den unversperrten Pulver für ein paar hunder Höhenmeter. Über die Forststrasse geht es dann mit wenigen Tragenmetern zurück zum Auto.

Es war eine extrem lässige Frühjahrstour mit überraschend gutem Schnee und wieder mal in einer sehr homogenen Gruppe. Das Kar hat jedenfalls viel Potential in alle Richtungen.

vor 2 Tagen

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