Das ganze Wochenende hätte ich für Touren Zeit, aber das Wetter und vor allem der fehlende Schnee macht mir einen Strich durch die Rechnung. Von Wien aus geht es deshalb auf den Stuhleck in den Kaltenbachgraben. Dort bin ich etwas enttäuscht, weil nicht einmal der Aufstieg über den Kaltenbachgraben möglich ist. Also geht es über die Piste hinauf. Ich qäule mich den „Zielhang“ hinauf und lege dann Harscheisen an. Der Regen der letzten Tage ist ein harten Harschdeckel geworden und so ist neben der Piste im Kunstschnee das Aufsteigen deutlich angenehmer. Im mittleren Teil des Aufstiegs geht es vorbei an einigen lautstark rauschenden Schneekanonen und dann komme ich endlich in die Sonne. Mit mir sind viele Skitourengeher*innen unterwegs die teilweise zu dritt nebeneinander auf beiden Pistenseiten bergwärts gehen. Das hier so wenig Unfälle passieren überrascht mich. Ich kann mit den Harscheisen auf den zum Wald hin abfallenden Schneeresten gut gehen, aber ohne ist es nur eine Rutschpartie und sonst bleibt offensichtlich nur noch die Piste. Der Wind im Gipfelbereich ist kräftig. Am Alois Günter Haus esse ich eine Kaspressknödelsuppe und fahre für eine zweite Runde ab. Die Abfahrt über die harte eisige Piste ist so übel, dass ich mir einen zweiten Aufstieg fast ausrede. Schließlich gehe ich dann trotzdem und gönne mir auf der Hütte noch eine Stück Kuchen bevor ich mich wieder auf die volle eisige Piste wage.
In Anbetracht der Schlechtwetterfront, die kaum Schnee im Osten bringen soll und der fehlenden Tourenpartner fahre ich nach Wien zurück wo ich zumindest einen Testauslösung beim Airbagrucksack mache und einen neue Kartusche hole.





