Ganz anders als geplant ist die Skitour am Freitag verlaufen. Ich bin allein hinauf zum Plankogel. Beim Start an der Kehre bei der Brücke hatte es minus zwei Grad und nach etwa einer Stunde bin ich den Nordosthang hinunter Richtung Gassen, der Pulver dort ist noch immer gut erhalten geblieben und nachdem Gerald den Weg über die einzelnen Wiesen hinunter ausgekundschaftet hat bin ich hinterher. Obwohl ich im Wald eine Abzweigung anders genommen habe, bin ich doch beim gleichen Bergahorn gelandet. Beim Wiederaufstieg zum Plankogel-Gipfel konnte ich noch Wolfangs Ski, der ihm abhandengekommen war (siehe Beitragsbild) und trotz Skistopper in den Wald abgehauen war. Ohne Ski hatte Wolfgang keine Chance im hüfthohen Tiefschnee zu seinem Ski zu kommen. Nach dem zweiten Mal am Gipfel ging es zurück zum Ausgangspunkt, aber wir wollten noch den letzten Wiesenhang genießen. Bei der Abfahrt durch den Wald wurde schon offensichtlich, dass der Schnee ordentlich warm geworden war und mein Ski eindeutig zu kalt gewachst war. Mit Schwung bin ich dann im Schatten der Bäume in den letzten Hang eingefahren und querte ein Sonnenstreifen und dort ist mein Ski einfach stehengeblieben, meine Masse hat mich weitergetrieben und einen Überschlag provoziert, der mit der Nase und Oberlippe am Ski endetet. Wolgang hat gleich erste Hilfe geleistet und so ist die ganze Geschichte noch recht glimpflich ausgegangen und außer einem Blutfleck im Schnee, einigen Schrammen auf der Nase und einen ordentlichen Bluterguss an der Oberlippe ist nichts passiert.
Danke Wolfgang für die gute Erstversorgung.






