Ein paar sichere Skitouren gibt es in der Steiermark auch bei einer Fünfer-Lawinenwarnstufe. Dazu gehört auch der Kreuzschober bei Mürzzuschlag, eine Tour, die die Einheimischen nur noch unter der Woche (und dann ganz früh) gehen, weil sonst der Ansturm zu gross ist. Wir, Ben, Dom und ich wagen es heute. Es schneit, was sonst, das tut es jetzt in der Gegend schon seit einer Woche. Der Parkplatz beim Gehöft im Eichhorntal ist gut geräumt und kostet 2,5 Euro. Die Schneelage auch im Tal ist beachtlich, im Laufe der Tour soll sie deutlich höher werden. Am Parkplatz sind gut 15 Autos, doppelt so viele haben gut Platz und die ersten kommen bereits ins Tal. Talaufwärts geht es neben der Strasse zu einem weiteren Bauern und dann über feine Wiesen weiter. Dazwischen sind ein paar kurze Hohlwege/Forststrassen die bald wieder in recht schmale Wiesenhänge übergehen. Es wirkt wie ein altes Skigebiet, dass sich da Richtung Gipfel zieht. Dazwischen umgehen und überklettern wir zwei umgestürtze Bäume und dann wird es kurz vor der Kaarl-Hütte ein wenig flacher. Der frische Pulverschnee liegt hier deutlich über einem Meter. Die Hütte ist am Wochenende bewirtschaftet und schaut mit den meterlangen Eiszapfen idylisch aus. Wir kriegen heute nichts und so geht es noch hundert Meter bis zum Gipfel und meine Ambitionen zu spuren enden kurz nach der Hütte. Zu viel Schnee, zu steil, zu anstrengend. Es schneit und schneit, dazwischen haben wir sogar kurz mal den blauen Himmel gesehen und immer wieder die Sonne hinter den Wolken und jetzt fallen wieder dicke Flocken. Wir machen eine gute Rast bei der Wächte beim Gipfelkreuz: Tee, selbstgemachten Lebkuchen und Müsliriegel und Pocket Coffee. Ein erfahrener Tourengeher stellt ein Kerzerl für einen verstorbenen Skitourenkollegen auf, (ob wir das auch mal füreinander machen werden?) Und dann gehts durch den hüfthohen zerfahrenen Tiefschnee Richtung Tal. Für Dom mit den Schneeschuhen und dem Board endet hier aber die Plagerei nicht. Das Flachstück bei der Kaarlhütte ist mit dem Snowboard heute nicht zu fahren und einmal versunken wird es richtig anstrengend weiterzukommen. Mit den Skiern geht es uns besser. Wir kommen in der Spur und mit Schwung gut voran. Die Wiesen sind super zu fahren, weil der Pulver selbst dort wo er zusammengeschoben ist so weich und fluffig ist. Die Schneequalität bleibt bis unten bestens. Ben und ich graben noch ein Schneeprofil und bewundern fast 50 cm weichen leichten Pulver auf 20 cm gebundenem Schnee, keine verharschten Schichtgrenzen, nur unten gibt es eine auskristalisierte Bodenschicht. Nach fast vier Stunden sind wir wieder wohlbehalten am Parkplatz.
Der Kreuzschober ist keine einsame aber eine sichere und feine Tour.
Christian
Die Fotos sind von Ben, Dom und mir. Danke






































