2022_04_07_Vernagtscharte

Windspitzen bis 70 Km/h und ab Mittag Wolken und Schneefall. Gerald und ich lassen uns nicht abschrecken und starten am Abfahrtstag nach Vent noch von der Vernagthütte auf die Vernagtspitze. Als wir am Vernagtferner ankommen emfängt uns der kalte Nordwind. Wir spuren über den Gletscher zur Vernagtspitze, aber dort wo der Gipfelhang aufsteilt müssen wir einsehen, dass es bei diesen Verhältnissen zu gefährlich ist, ins steilere südseitige Gelände zu gehen. Es ist deutlich zu viel Triebschnee eingeweht. Das bestätigen auch die Schneeprofile, die eine Skitourengruppe vor dem Anstieg graben. So bleiben Gerald und ich am flachen Gletscher und peilen die Vernagtscharte an. Der Anstieg ist heute wieder deutlich anstrengender, weil wir wieder etwas schneller unterwegs sind und der Wind und das spuren ihren Tribut verlagen. Nach zweieinhalb Stunden stehen wir auf 3400 Meter in der Scharte und schauen ins Tal nach Norden. Der Ausblick ist grandios und in der Scharte ist kaum Wind. Wir geniessen den Ausblick und dann geht es mit grossen Schwüngen im teilweise feinen Schnee und teilweise im gut zu fahrenden Bruchharsch in Varianten hinunter zur Vernagthütte. Von dort geht es am Sommerweg zurück ins Tal nach Vent. Ein gutes Stück des Weges ist ein Gegenanstieg hinauf zum Vernagtegg, den wir skitragend absolvieren. Dann geht es über die letzten Schneereste in den Rinnen hinunter nach Rofen und mit einigen Metern Skitragen zurück zur Langlaufloipe und skifahrend zurück nach Vent, wo wir beim Reinthaler eine Dusche und ein gutes Essen bekommen. Die Busfahrt zum Bahnhof Ötztal wird aufgrund der Masse an Skitouristen im Bus nochmal zum „Abendteuer“ und nach etwa sechs Stunden Nachtzug geht es mit dem Bus aus Graz wieder nach Weiz.

vor 4 Jahren

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