2025_05_10-17_FB2 Segelschein

Nach einigem Hin und Her komme ich nun endlich zum Prüfungstörn für österreichischen Segelschein mit dem Fahrtenbereich 2. b3onwater bietet den Kurs und die Prüfung in einer Woche an, bei der Theorie und Prüfung in einem vermittelt werden. Als Vorbereitung bekomme ich ein PDF mit dem Stoff. Sonst fahre ich ziemlich unvorbereitet zum Törn. Weder kenne ich die Crew, noch die Skipperin oder das Boot und es gab keine Vorbesprechung oder eine Absprache, was eingekauft wird. Das wird dann alles im Laufe des Samstags abgehandelt, wie auch die Sicherheitseinweisung und das restliche Organisatorische. Wir sind ein zusammengewürfelter Männer-Haufen von Mitte 20 bis Anfang 60, Manuela unsere Instruktorin ist am Weg in die Selbständigkeit als Skipperin und sie hat uns immer gut im Griff, klar und mit Humor.

Am Sonntag geht es dann raus aufs Wasser. Wir üben Segelkreise, Anlegen und Ablegen und es wird sichtbar, dass wir schon noch einiges üben sollten. Dazwischen wird Theorie dargeboten und ganz beiläufig liegt der Prüfungsbogen am Tisch, den wir am Mittwoch bei der Prüfung wiedererkennen werden. Im Laufe der Tage üben wir die Kartenbeispiele, die ebenso zufällig am Ende der Woche bei der Prüfung gelöst werden. Die Nachtfahrt, die bis etwa Mitternacht dauert, fahren wir mit verteilten Rollen, mit einer vorbereiteten Kurstabelle. Es ist Alles sehr entspannt für mich. Auch wenn beim Anlegen und Einparken nicht immer alles wie am Schnürchen läuft und ich einiges nicht weiß. Am Mittwoch geht dann die Prüfung mit der Theorie los. Da bleibt natürlich Raum für Nervösität und die Frage ob es reicht. Donnerstagvormittag beim Kartenbeispiel ist dann schon klar, dass es einiges an Mühen bräuchte die Prüfung zu versemmeln. Weil die Bora mit Mitternacht ansteht, beeilen wir uns und verbringen die Zeit ab elf Uhr dann am Wasser mit der Praxisprüfung mit Anlegen, Segelkreis, Boje über Bord Manövern und Längseits Anlegen. Teilweise wird da ordentlich gepfuscht, aber Prüfer Andi nimmt es mit Geduld und Gelassenheit. Es ist offensichtlich, dass niemand ohne FB2 nach Hause fahren soll. Gegen 19:30 legen wir uns in eine Bucht, es wird gekocht und gegessen und dann geht es noch im Hellen in die „Nachtfahrt“ Benny und ich übernehmen die zweite Schicht und als wir schon gut die Hälfte der Strecke abgefahren sind, wird es dunkel und das Kardinalzeichen in Murska Kanal beginnt, pünktlich um neun Uhr zu leuchten. Als wir um 23 Uhr anlegen ist es gerade noch ruhig, keine 15 Minuten später brechen die ersten Bora-Böen herein. Wir sind die letzten der Flotte von sechs Prüfungsbooten von b3onwater und wurden schon sorgenvoll erwartet. Es war ein langer Prüfungstag der um 9 Uhr begann. Am Freitag führt Andi noch eine „Fachgespräch“, wir zeigen unsere Knotenfähigkeiten und Kompetenzen bezüglich Sicherheit, Booteinweisung, Lichterführung, Kollisionsverhütungsreglen, … und plaudern über segeln und die Mirno More – die Friedensflotte, die Andi maßgeblich mitbegründet hat und weiterhin intensiv dabei mitarbeitet.

Um 12 Uhr sind wir fertig, bekommen unsere FB2-Vereinsscheine. Ich bleibe noch bis zum Nachmittag in Pirovac. Dann nehme ich den Bus nach Biograd und treffe Wolfgang und seinen Freund, die dort in der Marina auf einer nagelneuen 41er Performance vier Tage gesegelt sind. Wir übernachten am Boot und am Samstag geht es zurück nach Österreich.

Alles in allem ist der Kurs von b3onwater eine einfache und recht stressfreie Form, den Segelschein zu machen. Es war lehrreich und spannend zu sehen wie andere Segelschulen in der Ausbildung tun und welche Standards sie setzten und welche Handgriffe und Abläufe wichtig sind, oder ihnen wichig erscheinen.

b3onwater verspricht ohne Segelerfahrung in drei Wochen den FB2 und hält diese Versprchen auch fast immer. Mit ausreichend Vorerfahrung geht es auch in einer Woche, wie in meinem Fall. Sobald wie möglich werde ich noch den FB3 machen. Dafür braucht es „nur“ eine Theorieprüfung.

Jetzt freue ich mich auf die Segelwoche mit Marie-Theres, Leona und Ladislaus ab Samstag!

vor 9 Monaten

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