2025_07_11-12 Rax

Als Vorbereitungstour für den Glockner im August war der Dachstein geplant. Leider ist die Großwetterlage gerade einen feuchte, kalte Nordwestströmung. Johannes und Oliver fallen für die Tour aus und so entscheiden wir uns kurzfristig für den Osten und fahren auf die Rax. Martin und ich kommen öffentlich nach Bruck, teilweise etwas verspätet. Christian packt uns dort in sein Auto und vom Moassa geht es dann hinauf zum Wilden Gamseck. Das Wetter ist auch hier nicht das beste, aber das Beste was wir finden konnten. Ich packe kurz nach dem Nassen Kamm meinen Schirm aus, weil wir steigen im sanften Nieselregen auf. Als wir beim Einstieg ankommen ist alles wieder trocken und die Freikletterei durch 1er und 2er-Gelände geht los. Klettertechnisch ist die Herausforderung gering, mentale hingegen merken wir das ungesicherte Klettern deutlich. Doch mit jedem Schritt wächst die Sicherheit und bis wir am Grat ankommen geht es schon zügig dahin. Oben beginnen wir zur Heukuppe hinauf zu trödeln, aber als wir die ersten Regenschauer im Nordwesten auf uns zukommen sehen, wird unser Schritt schneller. Beim Abstieg einige hundert Meter vor dem Karl-Ludwighaus starten wir mit dem Schlusssprint und erreichen die Hütte noch trocken. So gut geht es einigen Nordweitwander*innen nicht. Diese kommen völlig durchnässt an. Es gibt ein gutes Abendessen und ein feines Dreierzimmer.

Am Samstag geht es dann über den Bismarksteig zur Neuen Seehütte und hinunter zum Haidsteig. Am Weg überholen wir noch zwei Partien Tschechen und steigen in den sehr abwechslungsreichen Klettersteig hinauf. Plattig, Kletterbäume, Schroffen, ein imposanter Kamin und großer Kessel davor, kurzweilig geht es hinauf, nie wirklich schwer, aber doch fordernd. Natürlich machen wir noch den Abstecher zum Gipfel der Preiner Wand und dann auf den Rückweg zum Moassa. Nach der neuen Seehütte schaut der Regen schon deutlich her und wir steigen nicht wie geplant über den Predigstuhl wieder auf, sondern folgen dem absteigendem Weg zum Waxrieglhaus. Früher als erwartet erwischt und der Regen und so trocknen und wärmen wir uns in der Hütte wieder auf. Der Weg zurück zum Moassa bleibt dann von oben wieder trocken.

Fein war es in dieser Runde. Insgesamt war es zwei super Tage am Berg und bezüglich Vorbereitung zwar von der Ausdauer-Seite und Ausgesetztheit deutlich weniger als uns im Westen erwartet, aber wir haben aus den Wetterbedingungen das Beste gemacht und die Klettereien hatte wichtige Aspekte, die uns am Großglockner auch begegnen werden.

vor 7 Monaten

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