2026_08_18-19_Hochgolling

Als unfallgefahrenreduzierende Maßnahme für Gerald, der dann überhaupt zu Hause bleibt, gehen wir und lassen die Mountainbikes (alle mit E, ich bin der einzige BIO) in der Garage stehen. Also natürlich gehen wir nicht, sondern fahren mit E in die Hochsteiermark und erst bei den Riesachfällen gehen wir bergwärts. Weil es regnet haben wir, Oliver, Manfred, Martin und ich, Knirpse mit dabei und werden kaum nass. Die Gollinghütte ist gleich erreicht, bummvoll und wir schlafen im Bergretterlager. Am Mittwoch geht es dann auf den Hochgolling. Zuerst flach ansteigend in das größte Amphitheater Österreichs oder der Alpen oder überhaupt der ganzen Welt, dann steil hinauf zur Gollingscharte. Am Weg wärmen sich unzählige Alpenalexander in der Schwüle, die uns im Gesicht kondensiert (oder ist es Schwitzen?). Oben an der Scharte empfängt uns ein kühler, aber trockener Wind und reibt uns trocken. Einige Höhenmeter später wechseln wir auf den Gratweg. Der Wind fordert unsere Mentale Aufrichtigkeit zum aktiven Aufrechtgehen und Aufrechtstehen. Es ist trocken, was die Kletterpassagen in der Komfortzone hält, obwohl sie teilweise recht steil sind. Am Grad ist es immer wieder luftig, lässig und deutlich breiter, als manche Fotos und Videos es haben erscheinen lassen, meint Oliver. Oben genießen wir das herrliche Wind, Wolken und Wetterspiel. An der Südostkante ist es klar, Sonnig mit herrlichem Weitblick, und immer wieder zeiseln (war das das richtige Wort?) die Nebelfetzen und Wolkenwirbel um den Grat und Gipfel. Wir jausnen und genießen den Moment für mehrere Momente und länger. Kurz bevor wir absteigen, kommen die ersten Nachkommenden auf den Berg. Runter geht es nicht für alle schneller und einfacher. Einerseits sehe wir Wandernde, die sich mit Knieschmerzen und dazu passenden Schmerzmitteln den steilen Weg nach unten quälen. Aber auch bei zwei Drittel der E-Bikenden in unserere Runde machen sich die Knie bemerkbar, was darauf schließen ließe, das das Fahren mit Strom schlecht für die Gelenke sein könnte. Auf der Gollinghütte bekommen alle zu zrinken (ein Bier, zwei alkoholfreie Weizen und ein Sommerskiwasser) und zu Essen (zweimal Hirschkäsekrainer, zweimal Suppe) und dann geht es frisch gestärkt in den Alpentourismus. Während Olivier uns beim Vorwärts- und Abwärtskommen mit Problemstellungen versorft, die Martin und ich mit sehr guten Lösungen für diese gesellschaftsrelevante Problemstellungen „lösen“; E-Eagel um der Kuhangriffe auf Almen Herr zu werden, und E-Dock bei der Rekuperation von PKWs mit LKWs beim Bergabfahren und um den Fahrzeugdurchsatz zu erhöhen, sinniert Manfred still ins Tal und bleibt auch im E-Auto still, das Martin bis nach Schladming völlig energieneutral bewegt. Dann bringt er uns mit etlichen KW-E zurück nach Graz.

@Oliver und Martin: Danke für die lässigen Bilder

vor 3 Stunden

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