Wenn es unter Tags so warm ist wie jetzt, nämlich an die 15 – 20 Grad dann hilft nur ein früher Start. Und wenn die Skitour dann im Gesäuse ist dann heisst das früh aufstehen. Ich starte um vier in Weiz und treffen Ben um halb fünf in Graz. Um halb Sieben stehen wir am Parkplatz beim Kölbwirt und schultern die Rucksäcke mit den Skieren, denn vom Parkplatz weg auf Skiern geht nicht mehr. Eine Stunden geht es zu Fuss bergan und beim „zachen Schuh“ oder so steigen wir auf die Ski. Die Schneedecke ist heute nacht nicht gefroren und deshalb ist es von Anfang an recht tief. Die Tour ist nicht lang aber dafür gibt es nur wenig Verschnaufpausen zwischen den Steilstufen. Wir sind recht zügig unterwegs und erreichen nach einer guten Stunden die Schneegrube. Dort geht es wieder steil durch eine Rinne hinauf zur Scharte. Links und rechts sind Felsen und das Ambiente ist richtig beeindruckend. Der letzte „Hang“ zur Scharte ist über 35 Grad steil und noch nicht zu weich, so geht es ganz gut bis wir die Scharte erreichen. Dort geht es über Felswänden über einen weiteren steile abschüssigen Aufschwung zum Gipfel. Deshalb gehen wir ab hier mit Harscheisen, einerseits weil es sehr abgefahren ist und andererseits weil ein Abrutschen unerwünschte Folgen hätte. Kurz vor dem Gipfel wird mir plötzlich schlecht und mein Kreislauf ist am kollabieren. Ich mache Pause und trinke und nach 20 Metern nochmal. Aber dann bin ich mit Ben ´s Unterstützung am Gipfel. So richtig genießen kann ich es nicht, ich bin zu beschäftigt mit mir und meinem Zustand, aber nach einer Pause geht es wieder. Die Abfahrt ist durchwachsen. Oben etwas hart, dann etwas tief und tiefer werden und es wird immer sulziger. Eine Firntour braucht Firn und der braucht Sonnen nach einer kalten Nacht und gerade die war heute nicht.
Als wir unten sind lege ich mich in die Sonne, trinke viel und dann geht es mir langsam besser. Am Abend kocht Ben Nudeln mit arrabiata Sauce und ich bin wieder fast fit für den nächsten (Skitouren)Tag.
Die Fotos sind von Ben und mir.
Danke Ben für das Krankenbrüdern und den eindruckvollen Tag!

Frühjahrsskitourenstart 
steiles und felsiges 
die letzten skitragenden Meter 
Ben im Rot-Geld der Saharasonne 
hinauf ins Schneeloch 
gut markiert 
die Sonne im Sand 
immer enger immer steiler …. 
… folgen wir den unzähligen Spuren nach oben 
leider fehlt die Abstrahlung der Nacht 
Die Gipfelflanke 
und der Blick hinunter 
Ben bei der vorletzten Spitzkehre 
Am Gipfel 
Das Licht ist entrisch 
Olda … 
zerfahren oben … 
und unten 
Weit ist ist nicht … aber doch recht hoch – Der Gipfel des Festkogels 
Trocken(t)raum 
Bierkühler
