Der zweite Tag startet um 5 Uhr und um halb sieben stehen wir draußen und gehen den Kriegssteig hinauf zum Prestreljenik. Der Steig ist steil und eisig und so haben wir recht bald die Harscheisen auf den Skiern. Trotzdem kommen wir immer wieder zu heiklen Stellen, die Absturzgefährdet sind und dadurch, das hier auch abgefahren wird plankgeputzt und herausfordern sind. Ein paar Mal schultern wir die Skier, um auf Nummer sicher zu gehen. Nach dem Kriegsteig kommen wir in kupiertes Gelände das an Gletscher erinnert. Unzählige Dolinen tun sich neben der Aufstiegsspur auf und eröffnen unerwartete Tiefblicke. Als Nächstes folgt eine recht steile Querung hinauf zur Bergstation des Skigebietes von Sella Nevea. Endlich in der Sonne geht es von dort über die ehemalige Skipiste hinauf zum Sella del Forato und nach einer kurzen Abfahrt mit Fellen steil hinauf zum Prestreljenisko Okno, einem viel besuchtem Naturmonument im Kanin-Gebirge. Von südwesten bauen sich die Quellwolken immer mehr auf und sorgen für eine fulminante Stimmung im Süden. Wir sitzen im Felsenfenster, die Sonne lacht vom blauen Himmel und wir genießen. Frisch gestärkt und ausgeruht fahren wir den Talkessel vor uns hinunter und gleiten über besten Firn ein paar Hundert Höhenmeter bis zur Talstation des Sesseliftes. Vor dort geht es wieder zurück auf den Sattel von Forato und über die Skipiste zurück nach Sella Nevea. Eine weiteren Anstieg möchte ich aber nicht verschweigen. Dieser Überrascht uns unterhalb der Gondelstation. Aber die gerade mal 50 Höhenmeter schaffen wir auch noch. Nach weiteren Pistenkilometern kommen wir im Tal an. Nach achteinhalb Stunden, 1650 Höhenmeter und 17 Kilometern sind wir wieder im Quartier. Frisch geduscht, gibt es Pestonudeln mit Salat und die Tourenreflexion und -Planung für den Sonntag.












































