Unsere letzte Skitour in Sella Nevea führt Wolfgang, Oliver und mich zur Forca de la Val ins Cregnedulkar. Barbara hat Blasen und Druckstellen vom Skischuhe, dass sie auch den letzten Tag auf Skiern auslässt. Sylvia ist zu beansprucht und so bleiben wir drei Männer die um 6.20 Uhr starten. Über die Forststrasse geht es zügig bis zur Fasere Cregnedul di Sobra, zur Alm in diesem hochgelegenen Kar. Dort empfängt uns auch die Sonne und nun geht es steil und steiler hinauf in die Scharte. Die Spur ist steil und fordernd und ohne Harscheisen geht um diese Uhrzeit noch nichts. Die letzten 100 Höhenmeter stapfen wir mit den Skiern am Rücken. Als wir die Scharte erreichen sind wir eine Handvoll Tourengeher:innen. Aus dem Tal kommen noch mindestens hundert nach! Der Wind weht und die ersten Quellwolken ziehen durch. Wir lassen die Hoffnung auf eine Firnabfahrt sinken und nach einer kurzen Rast schnallen wir die Skier an und fahren in das gut 40 Grad steile Gelände ein. Überraschender Weise sind nur die erste Höhenmeter harschig, schon nach 25 Höhenmeter ist der Schnee aufgefirnt. Wir fahren ein Stück bis unter einen Felsen und machen dort eine feine Rast. Die Sonne kommt wieder. Dann firnen wir das Kar hinunter bis zur Alm und über die Forststrasse geht es zurück nach Sella Nevea. Drei herrliche Tage in einem Skitouren-Tip gehen zu enden und nach einem gemeinsamen Mittagessen geht es frisch geduscht zurück nach Hause.
Sella Nevea ist auf jeden Fall einen weiteren Besuch wert. Gerade in Wintern mit viel Schnee aus dem Süden zahlen sich die zwei Stunden und 15 Minuten Anfahrt (ab Graz) auf jeden Fall aus. Vor allem für fortgeschrittenen Tourengehende, die steile Abfahrten und Aufstiege nicht abschrecken, sondern anziehen. Dass es dafür das nötige Wetterglück braucht, ist klar, denn die Riskien bei etwa Pulverschnee oder harschigen Bedingungen steigen mit der Steilheit des Geländes.




































