Wenn es zu heiß ist, schafft die Höhe abhilfe. Am schnellsten geht es vom Flughafen Unterfladnitz LOGW.
Dort bekomme ich von Pilot Erwin einen Sicherheitseinschulung, einen Fallschirm, eine Erklärung des Ablaufs und nebenbau helfen wir noch beim Aufbau für den morgigen Tag der offenen Hangartüren. Dann holen wir ASK 21 vom dem Hangardach auf den Boden, machen den Preflight-Check und rollen sie aus dem Hangar. Dann wird der Vogel auf die Rollbahn geschleppt, an die Schleppmaschine gehängt.
Von 1295 Fuß geht es in wenigen Mintuen hinter der Schleppmaschnine zum Zetz und bei 1300 Meter wird ausgeklinkt. Am Weg nach Ponigl durchfliegen wir schon einige Thermikblasen und es ruckelt ordendlich. Nach einem kurzen Funkkontakt mit der Schleppmaschine klingt Erwin aus und wir segeln mit einigen Metern überhöhung zum Zetzgipfel. Das Steigen an der Kante wird spürbar und es geht in einer 45 Grad Kurve in den Bart und gleich einmal in einigen Runden 300 Höhenmeter hinauf. Beim ersten starken Steigen gribbelt die G-Kräfte im Kopf und das Pfeifen wird stärker. Die Geschwindigkeit im Aufwind liegt im Bereich zwischen 90 und 100 km/h und wir steigen mit 3 bis 5 m/s. Die Kräfte sind schon beachtlich.
Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich steuere das erste Mal und lerne kennen, wie sich ein Segelflugzeug in den 3 Dimensionen bewegt. Es braucht fast immer ein wenig von allem, Quer-, Seiten- und Höhenruder wobei das Spiel der ersten beiden viel Gefühl und Geduld braucht, weil sonst die Maschine extrem schräg daherkommt. Und mit dem richtigen Tempo in einem Bart, auch wenn er enorm und stabil ist, einen Kreis zu fliegen braucht Erfahrung.
Wir ziehen ein paar Kreis über dem Hochlantsch, dort sehen wir den ersten Drachenflieger. Bei der Orientierung in der Luft hilft mir das Wissen über die Gipfel, auch wenn es von oben alles sehr flach und anders aussieht. Heute ist die maximale Flughöhe im Almenland auf 2300 Meter gesetzlich beschränkt, also bleiben wir darunter. Am Weg zurück zum Zetz tauchen vom Schöckel einige Paragleiter auf, alle etwas unter uns. Erwin nimmt die Nase des ASK herunter mit mit gut 180 km/h fliegen wir hinter den Schöckel nach Passail über den Golfplatz, auf dem Erwin unbedingt einmal landen möchte. Nicht heute. Wir drehen eine paar weitere Runden und fliegen über den Zetz zum Rabenwald und Kulm, von dort nach Weiz. Langsam geht das steuern besser und ruhiger. Über Unteraichen drehe ich drei Kreise, weiter über das Stadtzentrum von Weiz und dann mit mehr Speed nach Ruprecht an der Raab zur Platzrunde. Da übernimmt Erwin wieder und nach gut zwei Stunden landen wir sanft am Flubplatz.










