2025_08_28 | Schwaigerkamm-Ranerwand

Am 28. August um 9:05 sind Michi und ich (Leona) am Grazer Hauptbahnhof mit dem Zug Richtung Bruck nach Mixnitz gefahren. Bei der Hinfahrt wurde UNO-Flip und Rummy gespielt. Die Hinfahrt dauerte überhaupt nicht lang, nach Mixnitz fährt mensch nur etwa eine halbe Stunde. (34 Minuten, 6 Stops)

In Mixnitz starteten wir gleich los. Das Bahnhofsgebäude gab mir Badezimmer- oder Schwimmbad-Vibes. Jede:r, die:der schon mal dort war, wird es verstehen: Die gelben Fließen erinnern einfach mehr an ein nettes Örtchen mit Wasser als an einen Bahnhof. Wir folgten den Hinweisschildern und auch zahlreichen Menschen zum „Einstieg“ des Wanderweges. Am Weg dorthin sahen wir schon die ersten Bären. Warum das nicht überraschend sein sollte, verstand ich erst später. („Ah BÄRENschutzklamm!“)

Persönlich fand ich es voll schön, durch Mixnitz zu gehen. Ich mag die „engen“ Gassen und die Bäuer:innenhäuser. Wir kamen am Parkplatz für die Bärenschutzklamm-Leute vorbei und gingen dann am Fluss entlang. Auf diesem Weg waren noch viele andere Menschen unterwegs. Sobald wir beim Eingang zur Bärenschutzklamm nach links abbogen, waren wir alleine.

Obwohl wir die Route auf unseren Handys abgespeichert hatten, verpassten wir gleich mal die erste Abbiegung. Also nahmen wir die nächste. (Wir wollten nicht umdrehen.) Und dann entdeckten wir einen schmalen Pfad, der wieder auf unseren ursprünglich geplanten Weg führte. Wir nahmen ihn und schlenderten den Wald entlang – es war voll schön dort. Es wurde immer steiler und steiler. Eigentlich war ich mir sehr sicher, dass wir definitiv nicht hier sein sollten. Es gab zu dem Zeitpunkt weder einen Weg, noch die Aussicht auf einen. Die Aussicht nach unten wurde immer besser, je höher wir kamen. Doch vor uns war halt irgendwann einfach eine Felswand. Wo sollte es da bitte weitergehen??? Es ging weiter: Wir kletterten rechts am Grat die Felsen hoch und landeten dann auf dem ersten Gipfel. Sehr schön dort oben! Schon am Weg hoch hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf die Bärenschutzklamm. Steinböcke haben wir leider nicht gesehen.
Oben am Grat war es sonnig, aber auch windig. Sehr angenehm, nach dem doch sehr steilen Aufstieg. Auf dem Gipfel machten wir eine Pause, aßen ganz gesunde Erdbeeren. Als wir unsere Füße genug ausgelüftet haben, gingen wir weiter und bestiegen den nächsten Gipfel. Von dort an startete dann der angenehm flache Rundweg. Teilweise Forststraße, teilweise Trampelpfad. Auf der Forststraße begegneten uns dann auch wieder die ersten menschlichen Wesen, die wohl zu Besuch beim Guten Hirten gewesen waren. Wir entschieden uns dagegen, das Gleiche zu tun.

Beim Schreiben hab ich unsere Höhlen-Besuche total vergessen: Ein kleines Loch am Rande des Weges entpuppte sich als voll gut begängliche Höhle mit sogar relativ „langem“ Gang in den Berg. Schaut euch die Fotos an:

Den Weg oben fand ich besonders cool – sehr chillig, schöne Aussicht, wenig Leute… Beim Abstieg verpassten wir gleich wieder einen Weg. Oder das GPS lag einfach falsch. Runter ging es eine „Wiese“.

Beim Abstieg an der Ranerwand machten wir einen kurzen Stopp bei diesem netten Aussichtspunkt. Am Fuße des Gipfelkreuzes waren wir allerdings nicht, wir standen nur darüber.

Dann ging es einen voll nett weiter, ins Tal hinab. Wir übersahen dort allerdings wieder eine Abzweigung – warum verstecken die sich so gut? – und entschieden, das „Achtung, Privatgrund! Achtung, beißender/bellender Hund! Befahren und Begehen verboten“-Schild nicht gelesen zu haben und spazierten durch den Hof durch. Im Nachhinein habe ich von Christian erfahren, dass wir ja wirklich Glück hatten, dem aggressiven Hund nicht begegnet zu sein. Im Hof war von keinem Lebewesen eine Spur. (Vielleicht hat der Hund alle aufgefressen?)

Wir spazierten auf der Forststraße durch die Felder – hat mich voll an Gastein erinnert. Kurz danach landeten wir schon wieder auf dem Weg, der zur Bärenschutzklamm bzw nach Mixnitz führte. Spontan beschlossen wir – beziehungsweise ich? – noch kurz einen Abstecher zum Fluss zu machen. Das Wasser war wirklich kalt, aber voll schööön. Schmeckte auch nicht schlecht.

Weiter geht’s! Wir erwischten perfekt den Zug um 15:20 und fuhren wieder heim bzw nach Graz.
Danke, Michi, für den feinen Tag! (Jap, zum dritten Mal. Trotzdem.)

vor 7 Monaten

1 Kommentar

  1. Cool und mutig, dass ihr so lange „ohne“ Weg unterwegs ward. Die Runde, finde ich, ist einfach auch sehr lohnend und abwechslungsreich. Danke auch für den humorvollen Bericht ;-)

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