Bei acht Grad und bedecktem Himmel will Ben schon umdrehen oder wandern, aber die Sonne in den Felsen der ersten beiden Seillängen überzeugt ihn dann doch. Er meint zwar die Nasenführe wäre nach meiner Nose-Erfahrung passender, der Zustieg führt uns sowieso in die Drachenhöhle. Dunkel, ruhig und imposant und dann geht es zum Einstieg. Die Sonne kommt immer wieder zwischen den Schleierwolken durch und so wird es „fast zu heiss“ wie Ben ins Gipfelbuch schreibt. Die Route, die grösstenteils im dritten Grad verläuft ist unspektakulär, sehr fein und abwechslungsreich. Eine klassische alte Linie, die durchwegs die leichtesten Wege hinauf sucht und dafür immer wieder ausgesetzte Stellen und Tiefblicke bietet die in den modernen Wandklettereien mittlerweile für mich kaum erkletterbar sind. Die Felsqualität ist überraschend gut und nur in den „Schlüsselstellen“ finden sich abgespeckte Stellen. Wir klettern flott und genießen in vollen Zügen. Der Autobahnlärm ist bald vergessen und oben nach dem Kamin warte die Sonne auf uns. Was besonders fein ist, weil die letzten beiden Seillängen im Schatten waren. Der Ausblick am Röthelstein ist herrlich, der Hochschwab und die Veitsch in weiss wie die Gleinalm und rundherum das Farbenspiel des Herbstes. Beim Abstieg stehen und liegen am Wegesrand einige Gämsen, grosse und kleine und sind sehr entspannt.
Die Topo findet sich hier … LINK. Eine detailierte Beschreibung findet sich etwa auf Bergsteigen.com .
Danke Ben für den herrlichen Tag beim Genussspeedklettern!

















Voll fein wars! Ich empfinde so angstfreie Genußtouren im guten Fels eine schöne Bereicherung :-)
Danke Christian für den feinen Tag und die Überzeugungsarbeit, dass es eh warm wird! Und fürs schreiben;-)
Hab ein paar Fotos hinzugefügt…