2019_04_07 Lamingegg

  1. Mein Nachtdienst ist ausgefallen und ich ergreife die Gunst der Stunde und starte um 8:00 bei den „Almhäusern“ am Präbichl. Zuerst sind die Ski kurz zu tragen, dann geht es durch den sanft ansteigenden Graben, mehrmals zurückblickend um bei der Abfahrt die doch schon etwas lückenhafte Schneedecke gut ausfahren zu können, Richtung Lamingsattel. Den Fledermausgrat und die darunter liegende Abfahrtsflanke hat man stets im Blick, auch hier sind schon einige Anrisse auszumachen. Die Schneedecke ist über Nacht stellenweise nicht  richtig hart geworden, für den Anstieg passt das schon, abfahrtstechnisch erwarte ich mir nicht viel. Am Sattel komme ich etwas zu hoch an weshalb ich ein paar Meter runter staffle, dann gehts durch ein recht steiles Latschenfeld wo ich dann doch fast Harscheisen gebraucht hätte. Der sanft ansteigende Gipfelhang ist rasch bestiegen, auf den großen Anriss den man gut umgehen kann, bin ich vom Tourenforum vorbereitet. Am Gipfel der eher sowas wie ein Vorbau des Hochturms ist, mache ich eine kurze Rast und lasse mir Nicoles Müsliriegel ;-* am Gaumen zergehen. Der Rundumblick ist grandios, im Osten hängen einige Wolken auf den Gipfeln aber nach Westen ist die Sicht fantastisch – auch die Gamskögel kann ich ausmachen:-)

Für einen Sonntag ist erstaunlich wenig los. Ein ortskundiger Soloist meint ich darf mir die Abfahrt in den Rötzgraben nicht entgehen lassen, das sei das Beste was die Gegend hier so hergibt. Ich checke das auf der Karte und stürze mich kurz nach meinem Informanten ins Vergnügen. Genial! – knappe 400hm perfekt geneigtes Gelände im Firn der flutschigsten Art:-) Den Anriss ganz unten erkennt man früh genug und kann ihn gut umfahren. Wiederaufstieg zur Leobner Mauer und lange Rast, weil besser kanns nicht mehr werden. Und damit behalte ich Recht, die Trenchtlingrinne ist links schnittig und rechts patzig – das dazwischen finde ich irgendwie nicht;-) Im Talboden erwartungsgemäß bremsiger Schnee und 2-3 mal sind die Ski abzuschnallen. Um 13:00 bin ich beim Auto.

Insgesamt eine SUPER Tour die auf alle Fälle wiederholenswert ist auch wenn die Hochspannungsleitung ganz und gar nicht in die tolle Gebirgslandschaft passt.

Lamingegg-Rötzgraben-Leobner Mauer

 

Talboden, links der Fledermausgrat
Leobner Mauer
Reichenstein und Hoher Zölz? mit Wolkenschal
Laminsattel Richtung Ziel
Richtung Osten
Diese Skulputern hab ich lange betrachtet
Super Hang
Unter Strom
Links der Gipfelhang, der rechte ist der Meine
Leobner Mauer Gipfelselfie
Richtung Westen. In der Mitte der Dachstein zum Greifen nah
Trenchtlingrinne
Zum drüber springen hat der Schnee zu sehr gebremst;-)

 

vor 7 Jahren

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