2020_01_14_Stadelstein

Ein paar Stunden war die Tour zur Hohen Scharte im Gössgraben online im Facebook zu finden. Dann wurde die einsame Tour, die wohl eine bleiben wird wieder gelöscht. Einsam deshalb weil der Sommerparkplatz gleich im Einstieg zur Skitour einer für den Sommer ist und die Winterparkplätze mindestens zwei Kilometer entfernt sind. Wie es trotzdem geht zeigen hinten die Bilder. Ben und ich waren jedenfalls dafür nicht vorbereitet und ausgerüstet und so sind wie die Alternative auf den Stadelstein. Die Hohe Scharte ist aber gespeichter und wartet auf uns.

Im Tal ist kaum bis kein Schnee. Am Ausgangspunkt finden wir dann zumindest genug um aufzusteigen.  Am Weg liegen einige Flachwurzler die umgangen werden wollen, die Forststrasse hinauf ist mit Steinen gespickt und der steile Schlag hinauf ist eine echte Herausforderung, weil in der ehemaligen Pulverschneespur und den Grasstellen die Harscheisen kaum halten und die Spur extrem Steil ist. Oben vor der Alm packen wir die Harscheisen wieder ein und der feine Teil des Anstiegs beginnt. Bei der Moosalm ist es dann soweit. Ben und ich hüpfen aus den langen Unterhosen, die waren bei minus neun am Start ok, aber jetzt sind sie einfach nur Schweißtreibend. Durch kleine Triebschneelinsen geht es hinauf zum Gipfelhang und der Blick auf den Stadelstein begleitet uns. Ben holt nochmal die Harscheisen heraus und wir zweifeln an der schönen Abfahrt, weil das Auffirnen in weiter Ferne liegt. Ich versuche es ohne Eisen und gehe es deshalb dynamisch an. Ben fragt ob es rutschig ist und ich greif gleich zweimal in den Schnee, aber es wird im steilen Hang dann besser und die ersten Millimeter wird der Schnee weich. Der Ausstieg oben an der Scharte ist einfach, die Wechte ist noch längst so mächtig wie ich sie schon gesehen habe. Bei Windstille und Sonnenschein steigen wir die letzten Meter ohne Ski zum Gipfel. Oben ist es dann herrlich, warm, windstill und ausgesetzt. Das Panorama und die Fernsicht sind genial und wir sind über eine Stunde allein am Gipfel. Selbst der vereiste Anstieg zum Gipfel ist beim Runtergehen leicht aufgegangen und dann geht es ins Abfahrtsvergnügen. Die Gipfelhang hat oben fast 40 Grad aber bei solchen Bedingungen ist die Steilheit kaum zu spüren. Die Nasschneeschnecken der warmen Tage dienen als Tore und wir genießen jeden Meter. Bis zur Moosalm geht es dann über teilweise feinen Triebschneepulver teilweise über tragenden Harschdeckel und zum Schluss über Wiese. Von durchgehender Schneedecke ist keine Rede. Unter der Moosalm finden wir dann nochmal windverfrachteten Pulver. Der erste Teil der Forststrasse ist wie fast immer voller Steine die mit den Nassschneerutschen aus den Rinnen gekommen sind. Trotz der kleinen Gegenanstiege bleiben wir auf der Forststrasse, die Schläge hinunter haben einfach nicht genug Schnee. Bis zur letzten Kehre und der Brücke wäre ein Pistensanierung dringen angeraten, weiter unten haben wir den verharschten Schneedeckel im Wald der Forststrasse vorgezogen, weil wir unvermeidlichen Steinkontakt vermeiden wollten. Die letzten Meter trugen wir die Ski ins Tal, da war dann auch neben der Strasse nicht genug Schnee zum Fahren.

 

Wieder eine super Skitour mit viel Glück (und Gespür) bei perfekten Bedingungen!

Jeweils ein wenig mehr als zwei Stunden Autofahrt und Zugfahrt, fünfunzwanzig Minuten Fahrrad und fünf Stunden am Ski. Auch wenn es rechnerisch nicht besonders zufriedenstellend ist, gefühlt passt das Verhältnis so sehr gut.

Danke Ben für den feinen und intensiven Tag!

 

überwindliche Hindernisse im kalten Graben
genug Schnee in der Aufstiegsspur
steiler Einstieg: guten Spitzkehrentechnik von Vorteil – Spuranlage aus Pulverschneezeiten – mit Unterbrecherstellen und Sonderprüfungen
Christian Waldschratt hat richtig Spaß
auf der Alm mit Blick auf den Stadelstein (in der Mitte)
Entkleiden auf der Moosalm
der höchste Bierberg der Gegend – Gösseck – im Gegenlicht
Traumhafte Hochebene
Der Gipfelhang und der Gipfel. Mit schon befahrenen engen steilen Gipfelrinnen.
Christian im Gipfelhang. Ich war über Harscheisen froh
über die Wechte in den Hang geschaut

 

an der Scharte angekommen
Blick nach Norden. ganz rechts der Reichenstein (der Admonter)
Die letzten Meter zum schönen Gipfel
Gipfelsuche am Gipfel
obligatorisches Gipfelfoto
Aug in Aug
Abstieg über den Grat, jetzt schon griffiger als im Aufstieg.
Auch der Abstieg erfordert achtsames Steigen
Vor der Abfahrt …
oldaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
Ben testet die Verhältnisse ganz links.
Christian in bester Abfahrtshaltung
Unterbrecherstellen auf dem Rückweg zur Alm
enge Skiführung von Vorteil
Moosalmpanorama
eine Logistik-Lösung für die Hohe Scharte!
Skitouren-Lenkung
die letzte Meile in voller Ausrüstung am Radl
vor 6 Jahren

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