Unsere erste Skitour des neuen Jahres führt uns zum Salzstiegelhaus. Von dort starten Nino, Wolfi und ich um acht bei Sonnenschein die Piste hinauf zum Windrad und dann zum ersten Gipfel dem Speikkogel. Am Waldrand empfängt uns ein Wind von dem in keinem Wetterbericht die Rede war und so packen wir uns warm ein und steigen auf. Der Wind wird nicht schwächer und immer wieder beraten wir ob wir weitergehen. Das Panorama ist herrlich und klar. In Kärnten liegt der Nebel und von Südwesten nähert sich eine Wolkenfront. Es ist wieder einmal ein starkes Erlebnis die Kraft des Windes zu erleben. Schnee ist am Rücken nicht viel geblieben und der leichte Abstieg in die Scharte ist mit Achtsamkeit gut machbar ohne die Skier zu strapazieren. Beim Anstieg Hofalmkogel wird der Wind nochmal stärker und der Schnee für die Abfahrt fehlt sehr deutlich. Der sichere Stützpunkt des Salzstiegelhauses entfernt sich immer mehr und der Wind und die Kälte kriecht langsam in alle Ritzen. Also visieren wir eine Jägersitz im Hang an und je näher wir kommen desto weniger bläst der Wind. Der Schnee wird mehr aber eine lohnende Abfahrt bietet sich auch hier nicht. Also steigen wir zurück zum Speik auf und peilen das Gipfelkreuz für ein Gipfelfoto an. Der Wind ist mittlerweile so stark das ich meine Ski nicht mehr ohne Beschwerung liegen lassen will und nach dem flotten Foto steuern wir mit Fellen auf den Gipfelhang zu. Es ist hart und so fellen Wolfgang und ich ab. Nino fährt noch ein Stück mit den Fellen. Die ersten Meter ziehen wir die Bögen etwas verhalten, immer wieder schauen Steine aus der Schneedecke. Aber je tiefer wir kommen, desto mehr Schnee findet sich im Lee und es fährt sich deutlich besser als erwartet. Als wir in den Wald tauchen wird aus dem windgepresstem Schnee Pulver und wir geniessen die erste gute Abfahrt des Jahres. Im Talboden angekommen machen wir eine kurze Pause. Ein Brot, einen Tee und das Verbandspackerl für Ninos Finger sind wesentliche Zutaten. Dann geht es nochmal hinauf in den Gipfelhang bis knapp über die Waldgrenze. Nocheinmal geht es im den Pulver durch Wald und die Wiese bei der Jagdhütte. Nach dem kurzen Gegenanstieg sind wir wieder auf der Piste und Nino und Wolfgang fahren ins Tal ab, wo ich sie mit dem Auto abhole. Jetzt ist die Sonne hinter den Wolken verschwunden und die Wolken schieben sich über das Salzstiegl
Fazit wieder einmal, die Wetterberichte beschreiben nicht immer alles. Trotzdem war es eine Supertour.









Ein gutes neues Jahr euch Allen!
Super Tour, auch wenn der Pulver der laut Armin zwei Tage vorher noch vorhanden war wohl schon verblasen war…