2022_04_04_Weisskugel

Auf der Hochjochhospitz gibt es erst um sieben Frühstück. So ist es fast acht Uhr als wir auf die lange Tour zum und auf dem Hintereisferner starten. Zuerst geht es einmal 150 Höhenmeter hinunter in den ehemaligen Gletscherboden. Dort ist genug Schnee um mit Fellen aufzusteigen und so geht es den flachen Talboden hinauf zum Gletscher den wir nach zwei Stunden und fünf Kilometer auf 2500 Meter Seehhöhe errreichen. Die Weite und die einsäumenden Bergkulisse ist beeindruckend. Mehrer hundert Meter über uns in den Hängen sind die Gletscherhöhen gut zu sehen. Immer wieder weitet sich das Tal und neue Bergspitzen tauchen auf. Nach weiteren fünf Kilometern und zwei Stunden steilt der Gletscher etwas auf, die ersten Skifahrer*innen kommen von der Schönen Aussicht von Italienischer Seite in den Ferner gefahren. Von Kurzras aus, ist es mit dem Lift deutlich einfacher. Auf 3470 Meter wechseln wir im Hintereisjoch nach Italien. Der Wind ist mittlerweile stark geworden und mir geht die Luft und Energie aus, uns die Zeit, wenn wir rechtzeitig zum Abendessen zurück sein wollen. Bis 3500 Meter steigen wir noch auf, aber vor dem letzten steilen Anstieg zum Wintergipfel kehren Wolfgang und ich um. Mich friert es gewaltig und es fehlt jede Energie weiterzugehen und ich weiss wie weit es zurück ist. Gerald rennt die weiteren 150 Höhenmeter bis zum Wintergipfel und folgt uns dann den Ferner hinunter und hinaus. Wolfgang und ich lassen uns bei der Abfahrt zeit und rasten dann im Windstillen auf etwa 3000 Meter. Ich erhole mich wieder langsam und am Endes des Hintereisgletschers treffen wir wieder mit Gerald zusammen. Die Abfahrt bis zur Hängebrücke am Talausgang unter der Hochjochhospitz geht gut und ohne Steinkontakt, im Talboden ist doch immer genug Schnee. Die letzten Meter Aufstieg zurück zur Hütte tragen wir die Ski und freuen uns über einen ausgezeichnetes Essen und wieder sind wir vor der Hüttenruhe im Bett.

vor 4 Jahren

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