Wolfgang und ich wollten eigentlich die ganze Woche auf die Hochalmspitze zum Alpinklettern. Nachdem das Wetter nicht ganz passt, es schneit bis auf 2200 Meter herunter und bis Donnerstag ist kein trockenes Bergwetter zu erwarten, nutzen wir den Donnerstag und den halben Freitag für Bergtouren im Triebental und Hohentauern. Der erste Plan ist der Gamskögelgrat. Wir verbringen die Nacht im Zelt auf einem Stellplatz bei der Bergerhube und nachdem Mittwoch noch Ruhetag ist, versorgen wir uns selbst. Der Aufstieg in die Amtsmannscharte wird gegen Ende mühsam. Über das steile Gelände, zwischen Geröllhalde, Blockgelände und verlassenen Steigspuren ist es sehr mühsam in die Scharte zu gelangen. Beim Einstieg angekommen sind wir eingehüllt in Wolken, die auch noch ihre nasse Fracht fallen lassen. Wir steigen trotzdem bis zum Grat die ersten Meter hinauf und dort empfängt uns auch noch der eisige Wind. Vernünftig aber ambivalent seilen wir zurück in die Scharte und packen das Seil wieder ein.
So kalt war es im Winter kaum. Nach einer Pause im Nebel machen wir uns auf den Kammweg zum Mödringkogel, hinüber zum Speikleitenberg und zum Kettentalkogel. Es wird ein herrlicher Tag. Während am Gamskogelgrat immer wieder dichte Wolken hängenbleiben, gehen wir unter der Sonne, manchmal pfeift ein wenig der Wind, Wolken spielen am Himmel und die Sicht ist grandios. Zurück zur Bergerhube plaudern wir noch ein wenig mit Sigi und schmieden Pläne für das Routenfertigstellen und den Winter.















