2019 04 19 Taghaube Hochkönigmassiv

Ein Tag für die Superlative:Traumhaft. Perfekt. Wunderschön, berührend.

Ronjas allererste Schitour beginnt bei 2 Grad am Dientner Sattel, der trotz frühsommerlicher Erwärmungen an den Nachmittagen, noch immer genug Schnee zu bieten hat um diese Tour ausschließlich mit Schiern zu machen.

Der Harsch ist tragend aber schon angekrustet, somit ist das Gehen auf den ersten Metern zur Erichhütte genußvoll. Stets sind die Blicke in die unzähligen Felstürmchen der alpinen Traumkulisse gerichtet. Ronja kommt gut voran. Viele Anerkennende Blicke und freundliche Motivation kommen von den anderen Anwärtern dieser Schitourenschmankerls. Ab der Hütte weiß man gar nicht mehr wohin der Blick schweifen soll. Die ganzen Tauern können bestaunt werden. Die Grate auf den Glockner scheinen zum Greifen nah. Die niedrige Luftfeuchtigkeit erlaubt Fern- und Ausblicke in vergangene und zukünftige Ziele. Ronja ist sichtlich berührt und angetan von der Umgebung und vom ihrem eigenen Tun in dieser wunderschönen L andschaft. So üben wir nun die Spitzkehren im flachen Gelände. Mit großem Geschick macht sie die Wenden nach oben. Und bald werden diese Kehren zwingend, um weiter im Kar voran zu kommen. Die Ausrichtung des Kars ist langschläfergnädig. Erst ab 10 kommt die Sonne langsam ins Kar, aber erst recht flach, somit das Auffirnen recht langsam vonstatten geht. Bald steigt die Anstrengung und die Temperatur. Wir sind froh mit Wanderhosen ausgerüstet zu sein.

Es siegt… der Ehrgeiz meiner Tochter und schaffen wir alle 850 Höhenmeter, staunen über die Tiefblicke ins Birgkar, über die Steilwände auf den Gipfel, bewundern die Abfahrer über die Steilwand ins Kar (Blaueis), genießen die Jause und die Blicke zum Venediger, Glockner, Wiesbachhorn, und, und, und…..

Ronja hört Lobeshymnen der Gipfelgäste. Stolz sind wir da zu sein. Schlußendlich sind wir allein oben, das Rauschen des Firn haben wir schon vernommen.

Die Abfahrt ist einer der schönsten. Es ist kein Schweben des Hochwinters, kein Schmieren des Feberfirns, es rauscht unter den Brettern, Ronja zieht ihre Schwünge, sie ist in ihrem Element.

Erst ab der Hütte saugt der Schnee an den Latten, doch das lässt das Grinsen nicht verstummen.

Die ersten Meter
Pause bei der Eichhütte
Es wird steiler

Ohne Worte

vor 7 Jahren

3 Kommentare

  1. Voll Super! So schön zu lesen, dass es mir vorkommt dabei zu sein…
    Gratulation Ronja, ich hoffe es passt im nächsten Winter mal für die eine oder andere Tour:-)

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