Bereits zum 9. Mal geht es in der ersten Oktoberwoche zum Segeln ans Meer. Letztes Jahr waren wir ein einziges Mal auf keine More unterwegs. Heuer ist es wieder eine bewährte More 55, diesmal die more grey, die in der Marina Baotic in Trogir liegt. Wir sind heuer eine feine Mischung aus dem letzten beiden Jahren. Micheal ist, wie ich, seit 9 Jahren dabei und unterstützt mich als Co-Skipper. Marie-Theres, Sandra und Michl, Gabi, Elke und Klaus, der letztes Jahr als Hundepapa zuhause bleiben musste. Neu dabei ist Claudia und damit sind alle Kajüten voll. So starten wir am Samstag kurz vor neun Uhr (p.m.) Richtung Vis. Die Bootsübernahme hat erst deutlich nach 17 Uhr begonnen und dann mussten wir Kisten an Lebensmitteln und Segelzeug im Boot unterbringen, uns selbst einrichten und auch noch die obligatorische Sicherheitseinweisung machen, bevor wir lossegeln konnten. Der Vollmond lachte und der Wind blies uns auf raumen Winden nach Süden und um 3 Uhr in der Früh erreichent wir die Bucht Rogacic wo wir direkt vor dem Uboot-Bunker vor Anker gingen.












Nach einer ruhigen Nacht und einem gemütlichem Vormittag, an dem sich die Bucht mehr und mehr mit Booten füllte, die den Bunker besichtigten, ging es wieder hinaus zum Segeln. Wir packen den rosa Genacker aus und er zieht uns Richtung Osten. Auch diesmal segeln wir wieder in die Nacht. Einerseits weil der thermische Nordwestwind erst späte aufkommt, aber auch weil durch den Vollmond die Nacht taghell ist. Diesmal geht es bis nach Korcula in die Uvala Perna.






















Am Montag starten wir dann ausgeschlafen und früher, also zu Mittag mit dem Ziel Lastovo. Auch diesmal kommt wieder unser rosa Flugsegel zum Einsatz. Das Kudelmudel vom ersten Setzten geht ohne die 55 Sanduhren deutlich einfacher und auch das Bergen funktioniert mit back gesetzter Genua schon wie am Schnürchen. Diesmal erreichen wir die Bucht Borova noch rechtzeit zum Schwimmen und genießen den Abend in der herrlichen ruigen Bucht.
Der Dienstag wird dann ein ausgibiger Segeltag, an dem wir von Lastovo nach Vela Luka segeln, dort einen kurzen Shop-Stop einlegen. Von dort geht es weiter nach Scedro. Am Weg genießen wir den herrlich Nordwestwind und segeln bis zum Sonnenuntergang bevor wir uns in die lässig Uvala Veli Grebak am Südostzipfel von Scedro legen.


















Am nächsten Tag geht es nach Zaglav auf Vis. Vorher müssen erst Gabi und Claudia ein paar Runden am Dingi drehen, lärmend und stinkend, weil ich den Motorspand des Elektromotors beim letzen Törn versenkt habe. Klaus zieht inzwischen, wie fast jeden Tag am Sup seine Runden und alle schwimmen und genießen die Sonne. Die Bucht auf Vis ist dann eher ein Reinfall, wenn man vom wundervollen Sonnenaufgang im Meer am nächsten Morgen Absieht, den Claudia sich gewünscht hat.
















So geht es dann von Vis auch früher als sonst los, Um 8 Uhr heben wir den Anker uns segeln Richtung Norden. Wir versuchen in Rogozniza zu tanken, aber die Tankstelle ist leer. Die Tankstelle in Krimik sperrt zu bevor wir sie erreichen können und ich ärgere mich, nicht vorher angerufen zu haben. Der Tag endet dann aber doch sehr fein, weil wir im engen Fiord von Borovica bei einem etwas kniffligen Ankermanöver direkt am Felsen unser Landleine festmachen und eine ruhige Nacht verbringen.






Wie schon die ganz Woche werden wir auch am Freitag wieder von Wind überrascht, der in der App nicht zu finden war. So segeln wir wider Erwarten lässig und mit 5 bis 9 Knoten bis kurz vor Trogir. Dann geht es zur Tankstelle und zurück in die Marina. Den letzten Abend feiern wir Michls Geburtstag in Trogir in einem Restaurant in der Altstadt und am Samstag geht es für fast alle nach Hause. Marie-Theres und ich fahren zum nächsten Boot nach Pirovac.
Der Termin für das nächste Jahr ist schon fixiert ;-)
