Nach der Segelwoche in Dalmatien geht es ein paar Kilometer nördlicher nach Pirovac. Dort besteigen Marie-Theres und ich gegen 15:30 Uhr die Major Tom eine Bavaria 41S. Nach dem Einräumen legen wir gegen 16:30 Uhr ab und bei moderaten Winden mit rund 8 Knoten segeln wir Richtung Norden. Die Segeleinstellung sind wie bei der More vielfälltig und das Boot segelt sich schnell und das Handling ist einfach. So kommen wir in den Böen gleich auf Geschwindigkeiten von 9 Knoten. Wir legen nach eineinhalb Stunden den Anker in Vela Luka und haben nach einem feinen Abendessen an Bord eine ruhige Nacht. Den nächsten Morgen gehen wir gemütlich an, Schwimmen in der Sonne, Frühstücken ausgiebig und um halb zwölf setzen wir mit dem aufkommenden Wind Segeln und setzen Kurs Nordosten mit dem Ziel Zut. Der Wind wird im Laufe des Nachmittags mehr und gegen Ende segeln wir wieder bei 12 Knoten hart am Wind zwischen Kornati und Zut, bevor wir nach einigen erfolglosen Ankerversuchen in der Bucht Bodovac aufgeben in die Uvala Maslinicia ausweichen und dort ankern. Der Montag führt uns dann in den Süden auf Zirje. Für die knapp 30 Meilen benötigen wir bei den leichten Winden acht Stunden. Anders als am Vortag segeln wir heute fast nur auf raumen Kursen. Leider haben wir keinen Genacker an Bord, dieser wäre heute fein und auch zu zweit gut beherrschbar gewesen. Der Anker fällt diesmal in der Uvala Micavica. nachdem wir in der Untiefe nördlich davor nur Felsgrund finden. Am nächsten Morgen erwachen wir bei einem seltsamen Kratzen aus dem Ankerkasten und kurz darauf schlägt der Ankeralarm an, Aber da sind wir schon an Deck und haben den Motor gestartet und heben gerade den Anker, der aufgrund der neuen Windrichtung losgerissen ist und so treibt uns der Wind langsam ins offene Wasser. Wir nutzen die Gunst der Stunde und segeln um Zirje herum und dann auf Halbwindkurs hinuter zum Leuchtturm Blitvenica. Dort lässt der Wind stark nach und so tümpeln wir zurück hinauf Richtung Murter. Am Weg machen wir an einer Untiefe zum Schwimmen halt. Aber auch da ist nichts mit Ankern. Das türkise Blau entpuppt sich als Felsgrund und so treibt das Boot im Wasser und wir schwimmen mit ausgelegter Notleine für den Fall, daß eine Brise aufkommen sollte. Abends liegen wir dann in einer Bucht südlich von Murter (Uvala Veli Dolac) und starten mit dem Nordwind in den Tag. Bei Sonnenaufgang sind wir schon mit gesetzten Segeln unterwegs nach Pirovac, weil wir vor den aufbauenden Yugo im der Marina sein wollen. Wir nutzen den Tag Segeln bis Pakostane. Der Nordwind dreht erst gegen Mittag auf Ost und wir segeln weiter auf der Kreuz herrlich bei 12 Knoten Wind. Kurz vor der Marina legen wir uns zum Essen und Schwimmen nochmal in eine Bucht und entscheiden, dass wir den Törn beenden. Der Yugo soll am Donnerstag nicht nur Regen sondern auch Böen um die 40 Kntoen bringen und das ist uns zu viel und mit kleiner Crew einfach zu gefährlich. Der Freitag schaut vom Wind besser, aber sonst sehr nass aus. Wärenddessen dreht der Wiind und der Yugo auf. Wir in der geschützen Bucht bekommen das nicht so mit, Nur ein paar Böen schlagen durch, aber es wird Zeit in die Marina zu kommen. So legen wir dann doch bei Wind um die 20 Knoten in der Marina an, was ich eigendlich verhindern wollte. Der völlig unmotivierte Marinero legt zumindet die Lufleine über den Boller und wir liegen sicher. Dann machen wir das Boot, fest und leer und es geht mit einem feinen Zwischenstopp bei Leona nach Hause.
Der erste Test allein mit Marie-Theres am Segelboot unterwegs zu sein war mehr als Erfogreich. Als Seglerin wächst Marie-Theres immer mehr in die Aufgaben hinhein und ihre Komfortzone erweitert sich deutlich. Beim Steuern, wie schon zuvor bei der Leinenarbeit und den Manövern. Einzig die Anlegemanöver und Handgriffe beim Docken brauchen mehr Übung, aber diese wird kommen. Wir haben einfach zu wenig Möglichkeiten dafür, weil wir immer nur in Buchten ankern. Das Zusammensein an Bord war sehr fein und die viele gemeinsame Zeit tut gut. Ich freue mich auf mehr Meer!




































